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Was ist Magnesium-Bisglycinat?

Magnesium-Bisglycinat ist eine Magnesiumverbindung, bei der ein Magnesiumion an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden ist. Sie wird in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt und gilt als gut magenverträglich. Ob sie besser aufgenommen wird als andere Formen, ist nicht belegt.

Was ist Magnesium-Bisglycinat?

Bei Magnesium-Bisglycinat (auch Magnesiumdiglycinat oder Magnesium-Glycinat genannt) hält das Magnesium zwei Glycin-Moleküle fest, es liegt als Chelat vor. Glycin ist die kleinste Aminosäure und wird im Körper selbst gebildet. Neben dieser Form gibt es viele weitere Magnesiumverbindungen, etwa Citrat, Oxid, Malat oder Carbonat.

Bei der Dosierung zählt die Menge elementares Magnesium auf dem Etikett, nicht das Gewicht der gesamten Verbindung, denn der Magnesiumanteil unterscheidet sich je nach Verbindung.

Wird Magnesium-Bisglycinat besser aufgenommen?

Oft wird behauptet, Aminosäure-Chelate würden deutlich besser resorbiert als anorganische Salze. Die Studienlage dazu ist begrenzt: Es gibt wenige direkte Vergleiche am Menschen, meist mit kleinen Gruppen. Organische Verbindungen wie Citrat gelten in einigen Untersuchungen als besser verfügbar als Magnesiumoxid. Für die Überlegenheit von Bisglycinat gegenüber anderen gut löslichen Formen gibt es keine belastbare Evidenz. Häufig wird berichtet, dass Magnesium-Bisglycinat magenfreundlich ist. Auch das beruht überwiegend auf Erfahrung und nicht auf großen Studien.

Mehr zum Thema findest du unter Bioverfügbarkeit.

Zugelassene Angaben und Zufuhr

Für Magnesium sind in der EU unter anderem diese Angaben zugelassen: Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, zu einer normalen Muskelfunktion, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einem normalen Energiestoffwechsel und zu einer normalen psychischen Funktion. Der Referenzwert für die Nährstoffzufuhr (NRV) auf Etiketten beträgt 375 mg. Die Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr von Erwachsenen liegen bei 300 mg (Frauen) und 350 mg (Männer) pro Tag.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, die zusätzliche Zufuhr aus Nahrungsergänzungsmitteln auf 250 mg Magnesium pro Tag zu begrenzen und die Menge möglichst auf mehrere Einnahmen zu verteilen. Zu viel Magnesium aus Supplementen kann Durchfall verursachen.

Hinweis

Allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder Einnahme von Medikamenten (z. B. bestimmten Antibiotika) besprich Magnesium-Präparate vorher mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.

Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die die normale Ernährung mit Nährstoffen oder anderen Stoffen in dosierter Form ergänzen.

Resorption

Resorption ist die Aufnahme eines Stoffes aus dem Darm ins Blut – wie sie funktioniert, wovon sie abhängt und warum sie bei Curcumin so gering ausfällt.

Bioverfügbarkeit

Bioverfügbarkeit gibt an, welcher Anteil eines Wirkstoffs tatsächlich im Blut ankommt – bei Curcumin ist sie von Natur aus sehr gering.

EFSA

Die EFSA ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und bewertet unter anderem Zusatzstoffe, Nährstoffe und gesundheitsbezogene Angaben.