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Was ist HPLC?

HPLC steht für Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (englisch high-performance liquid chromatography). Das Laborverfahren trennt die Bestandteile einer Probe und bestimmt, wie viel von jedem enthalten ist. Es dient in der Qualitätskontrolle dazu, Gehalte von Wirkstoffen genau zu messen.

Wie funktioniert HPLC?

Bei der HPLC wird die gelöste Probe mit einem Lösungsmittelstrom (der mobilen Phase) unter hohem Druck durch eine mit feinem Material gefüllte Säule gepumpt, die stationäre Phase. Jeder Bestandteil der Probe wechselwirkt unterschiedlich stark mit dieser Säule und wandert deshalb unterschiedlich schnell. So kommen die Stoffe nacheinander am Ende der Säule an.

Dort sitzt ein Detektor, häufig ein UV- oder Dioden-Array-Detektor (DAD), der misst, wie viel Licht die austretenden Stoffe absorbieren. Das Ergebnis ist ein Chromatogramm:

  • Retentionszeit: Wann ein Peak erscheint, zeigt, um welchen Stoff es sich handelt, im Vergleich mit einer Referenzsubstanz.
  • Peakfläche: Sie ist ein Maß für die Menge. Über eine Kalibrierung mit Lösungen bekannter Konzentration lässt sich daraus der Gehalt berechnen.

Wofür wird HPLC bei Nahrungsergänzungsmitteln genutzt?

HPLC prüft, ob in einem Produkt tatsächlich die Menge des Wirkstoffs steckt, die auf dem Etikett steht. Typische Anwendungen sind der Gehalt von Vitaminen, Pflanzeninhaltsstoffen und die Reinheit eines Rohstoffs. Ergebnisse stehen üblicherweise im Analysenzertifikat einer Charge.

Bei Curcumin lassen sich die drei Curcuminoide (Curcumin, Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin) in einem Lauf trennen und einzeln quantifizieren. Das ist die Grundlage der Standardisierung auf einen bestimmten Curcuminoid-Gehalt. Bei Curcumin+ wird jede Charge per HPLC geprüft.

HPLC und andere Prüfungen

Welches Verfahren beantwortet welche Frage?

Frage
Wie viel Wirkstoff (z. B. Curcuminoide) steckt drin?
Typisches Verfahren
HPLC mit UV- oder DAD-Detektion
Frage
Wie viel Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen?
Typisches Verfahren
Elementanalytik, z. B. ICP-MS
Frage
Welche Keime sind enthalten?
Typisches Verfahren
Mikrobiologische Prüfung
Gut zu wissen

HPLC beantwortet nicht jede Qualitätsfrage. Ein Zertifikat mit HPLC-Gehalt sagt nichts über Schwermetalle oder Keime, dafür gibt es eigene Verfahren. Achte darauf, dass im Zertifikat Charge, Methode und Datum genannt sind.

Analysenzertifikat (COA)

Ein Analysenzertifikat (COA) dokumentiert die Laborprüfung einer Charge auf Gehalt und Schadstoffe. So liest du es und erkennst ein gutes COA.

Standardisierter Extrakt

Ein standardisierter Extrakt enthält einen festgelegten Anteil des Wirkstoffs, zum Beispiel 95 % Curcuminoide, unabhängig von der Ernte.

Curcuminoide

Curcuminoide sind die gelben Wirkstoffe der Kurkumawurzel: Curcumin, Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin.

Schwermetalle

Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Quecksilber und Arsen sind unerwünschte Verunreinigungen. Warum sie bei Kurkuma-Pulver ein Thema sind.