Was ist Vitamin K2 (MK-7)?
Vitamin K2 ist eine Gruppe von Menachinonen, die sich durch die Länge ihrer Seitenkette (MK-4 bis MK-13) unterscheiden. MK-7 wird durch Bakterien gebildet, etwa bei der Fermentation von Natto, und bleibt deutlich länger im Blut als Vitamin K1.
Was ist Vitamin K2 und was bedeutet MK-7?
Vitamin K ist eine Gruppe fettlöslicher Vitamine. K1 (Phyllochinon) steckt in grünem Blattgemüse. K2 (Menachinone, MK-n) wird von Bakterien gebildet und kommt in fermentierten Lebensmitteln und tierischen Produkten vor. Die Zahl hinter „MK“ gibt die Länge der Seitenkette an. MK-7 findet sich besonders reichlich in Natto, fermentierten Sojabohnen. Supplemente nutzen häufig MK-7 aus der Natto-Fermentation.
Vitamin K wird für die Aktivierung bestimmter Proteine gebraucht (Carboxylierung), unter anderem von Gerinnungsfaktoren und Proteinen im Knochenstoffwechsel.
Warum wird MK-7 oft hervorgehoben?
In einer Studie von Schurgers et al. (Blood, 2007) mit gesunden Probanden zeigte MK-7 im Vergleich zu K1 eine sehr lange Halbwertszeit. Die Serumspiegel waren dadurch stabiler, und bei längerer Einnahme reicherte sich MK-7 auf etwa das 7- bis 8-Fache an. K1 wird dagegen innerhalb weniger Stunden wieder abgebaut. Eine längere Halbwertszeit ist aber nicht gleichbedeutend mit einer stärkeren Wirkung im Gewebe.
Zugelassene Angaben und Zufuhr
In der EU sind für Vitamin K diese Angaben zugelassen: Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei und zur Erhaltung normaler Knochen. Die Angaben gelten für Vitamin K allgemein. Der Referenzwert für die Nährstoffzufuhr (NRV) beträgt 75 µg. Die EFSA nennt als angemessene Zufuhr für Erwachsene 1 µg pro kg Körpergewicht und Tag. Kombinationen mit Vitamin D3 sind verbreitet, eine eigene zugelassene Angabe für die Kombination gibt es nicht.
Vitamin K ist der Gegenspieler von Vitamin-K-Antagonisten wie Phenprocoumon (Marcumar) oder Warfarin. Nach Schurgers et al. (2007) können schon Präparate mit 50 µg MK-7 pro Tag oder mehr eine solche Behandlung klinisch relevant beeinflussen. Wenn du solche Blutverdünner einnimmst, sprich vor jedem Vitamin-K-Präparat mit deinem Arzt oder deiner Ärztin. Das ist allgemeine Information, keine medizinische Beratung. Siehe auch Wechselwirkungen.