Was ist Oxalat?
Oxalat ist das Salz der Oxalsäure, ein natürlicher Inhaltsstoff vieler Pflanzen. Im Körper bindet es Calcium zu Calciumoxalat, dem Hauptbestandteil der meisten Nierensteine. Kurkumawurzel und einfaches Pulver enthalten relativ viel davon, gereinigte Extrakte kaum.
Oxalat einfach erklärt
Oxalat (Oxalsäure) kommt natürlich in vielen Pflanzen vor, etwa in Spinat, Rhabarber, Mangold, Nüssen, Kakao, Tee und auch in Kurkuma. Der Körper bildet es zudem selbst als Stoffwechselprodukt. Im Darm bindet Oxalat Calcium, ein Teil wird dann mit dem Stuhl ausgeschieden, ein anderer Teil gelangt ins Blut und wird über die Nieren ausgeschieden.
Für die meisten Menschen ist das unproblematisch. Bei bestimmten Menschen kann sich im Urin jedoch Calciumoxalat bilden, das zu Kristallen und Nierensteinen heranwächst. Calciumoxalat ist der Hauptbestandteil der meisten Nierensteine.
Oxalat und Kurkuma
Die Kurkumawurzel und einfaches Kurkuma-Pulver enthalten relativ viel Oxalat. Wer täglich größere Mengen Pulver zu sich nimmt, zum Beispiel mehrere Gramm im Smoothie, erhöht die Oxalatzufuhr deutlich. Wenn du zu Nierensteinen neigst, ist das ein Risiko, das du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen solltest.
Ein Extrakt ist eine andere Sache: Bei der Herstellung werden die Curcuminoide aus der Wurzel herausgelöst, und Fasern sowie Begleitstoffe bleiben zurück. Ein gereinigter, standardisierter Extrakt enthält deshalb in der Regel kaum noch Oxalat. Das ist ein Vorteil gegenüber dem Gewürzpulver, wenn das Thema Nierensteine relevant ist. Ob ein konkretes Produkt wirklich oxalatarm ist, lässt sich nur über die Herstellerangaben und Prüfwerte beurteilen.
Oxalatzufuhr bei Kurkuma-Formen
Qualitative Einordnung.
| Form | Oxalatgehalt | Hinweis |
|---|---|---|
| Form Frische Wurzel | Oxalatgehalt Relativ hoch | Hinweis Als Lebensmittel in üblichen Mengen meist unproblematisch |
| Form Gewürzpulver | Oxalatgehalt Relativ hoch | Hinweis Größere Tagesmengen erhöhen die Zufuhr deutlich |
| Form Gereinigter Extrakt | Oxalatgehalt In der Regel kaum | Hinweis Begleitstoffe der Wurzel werden entfernt |
Was bei Nierensteinen sonst eine Rolle spielt
Oxalat ist nur ein Faktor. Wichtig sind außerdem eine ausreichende Trinkmenge, die Calciumzufuhr (Calcium im Darm bindet Oxalat und vermindert so dessen Aufnahme), das Körpergewicht und individuelle Stoffwechselfaktoren. Menschen mit einer Vorgeschichte von Nierensteinen sollten Ernährungsfragen mit ärztlichem Rat klären, statt Lebensmittel pauschal zu meiden.
Häufige Fragen zu Oxalat
Welche Lebensmittel enthalten viel Oxalat?
Besonders oxalatreich sind Spinat, Rhabarber, Mangold, Rote Bete, viele Nüsse, Kakao und Schwarztee. Auch Kurkuma-Pulver gehört zu den Gewürzen mit relativ viel Oxalat.
Muss ich oxalatreiche Lebensmittel meiden?
Für die meisten Menschen nicht. Wer zu Nierensteinen neigt, bekommt oft individuelle Empfehlungen, zum Beispiel ausreichend zu trinken und Oxalat zusammen mit calciumhaltigen Lebensmitteln zu essen, damit es schon im Darm gebunden wird.
Wie viel Oxalat steckt in einer Kurkuma-Kapsel?
Das hängt vom Produkt ab. Bei einem gereinigten Extrakt ist der Gehalt in der Regel sehr gering. Eine verbindliche Zahl kann dir nur der Hersteller für sein Produkt nennen.
Wenn du schon einmal Nierensteine hattest oder eine Nierenerkrankung hast, sprich vor der Einnahme von Kurkuma- oder Curcumin-Präparaten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Dieser Eintrag ist keine medizinische Beratung.
